Aus der Vergangenheit lernen und für die Zukunft wappnen

Januar 29, 2016 - Daily Challenges, von Lorenz, Ziele - , ,

Wie die Zeit verfliegt …

der Januar neigt sich schon wieder dem Ende zu und das Jahr 2016, welches gefühlt gerade erst letzte Woche angefangen hat, ist schon wieder voll im Gang.

Doch was ist mit 2015? Hast Du Dir mal einen Abend oder vielleicht sogar ein oder zwei Tage Zeit genommen um das alte Jahr komplett abzuschließen? Das Geschehene Revue passieren zu lassen und Deine Lehren und Erkenntnisse aus den vielen Erfahrungen zu ziehen?

Um mit voller Kraft und gezielt das neue Jahr angehen zu können, hilft es, das vergangene Jahr zu analysieren, um dafür zu sorgen im neuen Jahr auf diesen Erkenntnissen aufzubauen – und zwar in allen Lebensbereichen.

Auch wenn es Erlebnisse gibt, an die Du Dich nicht so gerne zurückerinnerst oder die sich nicht so galaktisch entwickelt haben: auch diese sind Teil von Deinem Jahr 2015 und auch diese gehören reflektiert, notiert und somit auch abgehakt. Auch Niederlagen und unschöne Erlebnisse gehören dazu und der absolut beste Umgang mit ihnen ist diese zu reflektieren und (vielleicht sogar noch mit einer persönlichen Lehre oder Fazit daraus) abzuschliessen.

Verrückt ist der, der immer die gleichen Dinge tut, aber andere Ergebnisse erwartet – Albert Einstein

Ich gönne mir für meinen persönlichen Rückblick leider nicht immer einen ganzen Tag Zeit (was jedoch absolut empfehlenswert ist), machen tue ich ihn jedoch jedes Jahr! Da ich nun seit 2009 ein fertiges Dokument dafür nutze, dauert es auch nicht mehr sonderlich lange und die eingetragenen Informationen von den Vorjahren sind immer präsent und ganz nebenbei immer wieder sehr ermutigend! Die Struktur ist wie folgt:


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A) Dein Jahresrückblick

1) Rückblicken

Hier bietet es sich an, sich in jeden Monat einzeln zurückzuversetzen damit nichts verloren geht. Nutze hierfür am besten Deine Bilderhistorie auf Deinem Smartphone und Deinen Kalender. Was ist in jedem Monat passiert? Was waren Deine Top- und was Deine Flop-Momente?

2) Analysieren

Hier entsteht der eigentliche Wert des Rückblicks. Schreibe diese einfach rechts neben Deine einzelnen Momente.

2.1 Analyse Deiner Top-Momente: Welche Stärken, welche Entscheidungen, welche Werte von Dir haben dazu beigetragen, dass Du diesen Top-Moment erlebt hast? Wenn Du durch bist, was waren Deine absoluten Lieblings-Momente 2015? Hebe Sie hervor!

2.2 Analyse Deiner Flop-Momente: Was nimmst Du für Dich aus diesen Momenten mit? Welchen Fehler möchtest Du in Zukunft nicht noch ein Mal machen? Welche Lehre ziehst Du aus dieser Erfahrung?

3) Manifestieren

Um den Rückblick des letzten Jahres gebürtig abzuschließen, möchte ich Dich einladen zwei Dokumente zu erstellen, die eine Art Quintessenz Deines letzten Jahres darstellen. Ideal ist es natürlich, wenn Du Dir die Zeit nimmst und diese beiden “Lebensläufe” auch mit den entsprechenden Inhalten der vorherigen Jahre ergänzt. Meine beiden CVs gehen nun bis auf 2001 zurück und ich kann nur sagen, dass es keine wichtigeren Dokumente für mich gibt als diese beiden:

3.1 CV of Moments Dieser CV ist die Ansammlung der besonders schönen und strahlenden Momente Deines Lebens. Es ist für niemanden sonst gedacht als nur für Dich. Lass ihn also so lang und prächtig werden, wie Du  ihn haben willst! Durch den Jahresrückblick den Du gemacht hast, wächst dieses Dokument jährlich um mindestens 3 strahlende Einträge. Wenn Du mehr als 3 sensationelle Momente im vergangen Jahr hattest, die Du sonst in Deinem Curriculum Vitae vermissen würdest, nur zu! Trag´ auch diese ein! Enjoy!

3.2 CV of Lessons Learned: Genauso wie Du Deine schönsten Momente sammelst solltest Du auch über Deiner Erfahrungen, Lehren und Erkenntnisse Buch halten. Und auch hier macht die tabellarische Form eines CVs Sinn, da Dir somit immer präsent bleibt aus welcher Situation Du wann, was genau gelernt hast. Dieser CV repräsentiert Deine Lebenserfahrung, Reife und Weisheit. Mit diesem Dokument schaust Du quasi Deiner Persönlichkeit beim Wachsen zu! Enjoy!

Nun weisst Du, was Du alles in dem vergangen Jahr erlebt und fürs Leben gelernt hast – was für ein wertvoller Fundus und was für eine starke Basis für das neue Jahr!


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B) Deine Lebensbereiche

Doch was Du bisher noch nicht weißt ist Dein Status Quo in den einzelnen Lebensbereichen. Womit bist Du zufrieden und in welchen Lebensbereichen willst Du Dich verändern oder verbessern? Was wünschst Du Dir für dieses Jahr? Es gibt 5 große Lebensbereiche, welche wir versuchen sollten gleichermaßen in der Balance zu halten. TIPP: Gib Dir einfache Schulnoten wie zufrieden Du mit Deiner Entwicklung und dem heutigen Status Quo in den einzelnen Bereichen bist. So kannst Du sofort erkennen wo Du gut aufgestellt bist und wo Du dran arbeiten könntest.

1) Gesundheit: Die Basis von allem

1.1 Ernährung: Was hast Du im vergangenen Jahr zu Dir genommen und in welchen Maßen? Dazu gehören nicht nur Speisen und Getränke, sondern auch Substanzen wie Rauch, Alkohol und Medikamente.

1.2 Körper: Die gesamte Klaviatur Deiner körperlichen Anspannungen und Entspannungen: Sport, Bewegung, Erholung und nicht zu vergessen Schlaf. Ich kenne einige Freunde, die hier sicherlich auch gerne ihr Gewicht bis hin zu ihrem Körperfettanteil notieren möchten. Auch OPs, Gesundheitschecks etc. passen in diese Kategorie.

1.3 Geist & Emotionen: Eine schwierige aber sehr wichtige Abteilung Deiner Gesundheit. Wie gesund bist Du mit Dir im Selbstgespräch umgegangen im vergangenen Jahr? Was für Emotionen haben Dein Jahr dominiert? Wie respektvoll und wohlgesonnen warst Du zu Dir?


2) Beziehungen: Verbundenheit und Zugehörigkeit

2.1 zu Dir selbst: diesen Punkt haben wir bereits mit Geist & Emotionen abgehandelt.

2.2 zu Deinem engsten Kreis: Hierzu gehören Dein eigenes Blut (Familie & Verwandte) sowie Dein Lebenspartner und Deine besten Freunde. Welche dieser Beziehungen waren im vergangenen Jahr die wichtigsten für Dich? Welche hast Du vielleicht etwas vernachlässigt und willst Du mehr pflegen im neuen Jahr?

2.3 zu Deinem Umfeld: Hiermit ist Dein privates sowie Dein berufliches Umfeld gemeint. Dazu gehören Nachbarn, Bekannte, Vereinsmitglieder bis hin zu Kollegen und Kunden mit denen Du auf täglicher Basis zu tun hast, jedoch nicht zu Deinem engsten Kreis zählst. Wie empfindest Du Deinen Umgang mit diesen Menschen? Welche Beziehungen tun Dir gut und welche rauben Dir Kraft? Welche willst Du intensivieren und welche vernachlässigen oder gar kappen?  

2.4 zu unserer Umwelt: Ohne esoterisch klingen zu wollen, jeder von uns steht schon allein durch sein tägliches Handeln in einer Beziehung zu unserem Planeten. Wenn Du spendest, Petitionen unterschreibst, für Rechte von Minderheiten einstehst, bestimmte Inhalte in Deinen Sozialen Netzwerken teilst oder ethisch fragwürdige Unternehmen boykottierst – und eben auch nichts davon oder der gleichen tust: All dies sind kleine Aussagen über Deine Beziehung zu unserer Welt. Welches Thema interessiert Dich? Wofür oder wogegen möchtest Du Deine Stimme in 2016 einsetzen?


3) Finanzen: Entweder Du kontrollierst sie oder sie kontrollieren Dich

3.1 Persönliche Vermögensaufstellung: Habe Deine gesamten Vermögenwerte sowie Schulden im Blick. Wenn Du hierfür gerne eine Vorlage hättest, schreib mir gerne eine kurze Nachricht.

3.2 Einkommensquellen & Sparen: Um finanziell langfristig unabhängig und abgesichert zu sein und dies auch zu bleiben, empfiehlt es sich mehrere Einkommensquellen anzustreben und monatlich 10% des Netto-Einkommens wegzulegen. Wie ist hier Dein Stand und was möchtest Du in diesem Jahr in diesem Bereich tun?   

3.3 Investieren & verwalten: Was man alles mit Geld machen kann ist ein Kapitel für sich. Doch eines ist sicher: Delegieren kannst Du  dieses Thema im Grunde nicht wirklich. Einen vertrauenswürdigen, unabhängigen, ehrlichen und top ausgebildeten Vermögensberater oder Banker wirst Du wahrscheinlich nicht haben. Und bevor Du Dich auf die mühselige Suche machst ist es einfacher, Du bringst Dir das Gröbste selbst bei.


4) Persönliche Entwicklung: Wachsen bedeuted Leben

4.1 Aus- & Weiterbildung: In welchen Bereichen hast Du Dich im vergangenen Jahr weitergebildet oder gar einen Abschluss gemacht? Wie zufrieden bist Du mit Deiner Entwicklung? Was willst Du dieses Jahr für Fortbildungen machen?

4.2 Hobbies: Was hast Du im vergangen Jahr freiwillig gemacht, gelesen, gelernt, geübt. Was für Konzerte oder Events hast Du besucht und welche Events, Bücher und Aktivitäten willst Du dieses Jahr unbedingt mitnehmen?

4.3 Wieso, weshalb, warum: Fragen, dessen Antworten Du im vergangenen Jahr einen großen Schritt näher gekommen bist. Welche interessieren Dich brennend und welche möchtest Du für Dich gerne in diesem Jahr klären!


5) Karriere und Berufung: Die meiste Zeit Deines Lebens

5.1 Karriereleiter: Wo stehst Du beruflich und wo möchtest Du hin? Wie hast Du dich beruflich positioniert?

5.2 Berufung: Mal unabhängig von Deiner jetzigen Karriere, worin siehst Du Deine Berufung? Wozu fühlst Du Dich berufen? Was glaubst Du ist der ideale Platz für Dich in dieser Welt? In welcher Rolle und mit welcher Aufgabe?

Saustark: Du hast nun Dein vergangenes Jahr im Bezug auf all Deine Lebensbereiche im Detail aufgeschlüsselt und Deinen Status Quo reflektiert. Kommen wir nun zum dritten und letzten Teil: dem Blick in die Zukunft!


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c) Deine Zukunft

1) 10 Jahres Visionen: Deine Leuchtfeuer in der Ferne

Visionen sind weit entfernte Ziele, Ziele die Du gerne in 7 bis 10 Jahren erreicht haben willst. Hier dürfen auch gerne Träume und Wünsche mit einfließen, auch wenn sie eher unrealistisch oder extrem weit entfernt wirken. Der Clue dabei ist, dass wir Menschen dazu neigen uns auf lange Sicht viel zu wenig zuzutrauen. Ein Beispiel: Mit 16 habe ich das erste Mal eine Tanzschule von innen gesehen, das Tanzfieber hat mich gepackt und keine 7 Jahre später war ich Weltmeister. Da spielen natürlich enorm viele Faktoren mit rein, unter anderem Glück, am richtigen Ort zur richtigen Zeit gewesen zu sein. Aber hätte ich nicht den Traum gehabt und das Ziel vor Augen in einem der besten Teams zu tanzen, die es gibt, hätte ich nicht die Tausenden von kleinen und großen Entscheidungen getroffen, die mich dorthin gebracht haben. Damit sich auch Deine Visionen, Deine Wünsche und Deine Träume in ihrem ganzen Wesen entfalten können, nimm Dir diese 4 Kategorien zur Aufschlüsselung zur Hilfe:

  • Was möchte ich in 10 Jahren haben?
  • Was möchte ich in 10 Jahren tun?
  • Was möchte ich in 10 Jahren können?
  • Was möchte ich in 10 Jahren sein?

2) 2-5 Jahres Ziele: Sportlich aber erreichbar

Ziele dieser Kategorie sind Dinge, die Du gerne in 2 bis 5 Jahren erreicht haben willst. Zum Beispiel kann es Dein Ziel sein den Master parallel neben Deinem Job abzuschliessen. Oder Du willst auswandern oder beruflich zu einer Führungskraft aufgestiegen sein. Wie Du merkst sind dies schon sehr viel greifbarere Ziele als die Träume und Wünsche von oben. Dafür sollten die Ziele, die Du hier formulierst auch erreicht werden. Ein halber Master ist kein Master und halb auswandern geht auch nicht wirklich. Setze Dir also für dich wirklich wichtige Ziele und schreib sie Dir auf. Auch Diese Ziele kannst Du wieder mit den 4 Fragen sehr gut aufdröseln:

  • Was möchte ich in 2-5 Jahren haben?
  • Was möchte ich 2-5 Jahren tun?
  • Was möchte ich2-5 Jahren können?
  • Was möchte ich2-5 Jahren sein?

3) Jahresplan: Deine ToDos im Hier und Jetzt

Dieser Part ist der spannendste Teil, wenn es um die Umsetzung geht. Dieser Plan gibt Auskunft darüber, wie Du Deine mittelfristigen Ziele erreichen und Deinen Träumen und Visionen sukzessiv näher kommen willst.

Die Jahresplanung hat viel mit dem Thema Entscheidungen zu tun und Entscheidungen, wie der Wortstamm verrät, bedeutet “sich von etwas zu scheiden bzw. zu trennen”. Wenn ich mich also entscheide in eine bestimmte Richtung zu gehen, entscheide ich mich damit automatisch gegen eine andere Richtung. Angefangen bei dem Arbeitgeber, der Aus- oder Weiterbildung, der beruflichen Spezialisierung bis hin zum Partner, der Stadt in der Du lebst oder Deinem Reiseziel: Immer musst Du einer oder gar mehreren Alternativen absagen. Und da uns Menschen Abschied immer irgendwie schwer zu fallen scheint, haben wir vorweg Deine großen Visionen, Wünsche und Ziele definiert. Diese sollen Dir helfen, die richtigen Entscheidungen im Bezug auf Deine langfristigen und mittelfristigen Ziele zu treffen.


Fazit

Besonders spannend wird dieser Prozess, sobald Du diese Form der Reflexion und Besinnung auf Dich und Deine Ziele wirklich jährlich und zwar nach dem immer wieder gleichen Muster durchführst. Du wirst merken, dieser Art der Reflextion und Ausrichtung setzt enorm viel Kraft und vor allem Orientierung für das neue Jahr frei. Zudem wirst Du Zeuge Deiner eigenen Weiterentwicklung. Durch das schriftliche Festhalten und dem regelmäßigen Blick auf den Stand vor einem Jahr wird Dir bewusst, was für Sprünge Du in diesem Jahr immer wieder gemacht hast. Dies motiviert und gibt Kraft und Ausdauer fürs neue Jahr!

Wenn Du Unterstützung bei diesem Prozess in Anspruch nehmen möchtest oder Fragen hast, melde dich gern bei mir

Hab ein starkes Jahr 2016!

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Lorenz Illing ist Gründer von TheluckyPush, leidenschaftlicher und ausgebildeter Karriere-Trainer mit den Schwerpunkten Persönlichkeitsentwicklung, Zielerreichung und Kommunikation. Als ehemaliger Leistungssportler und Weltmeister fungiert er hauptsächlich als Sparringspartner, Mentor und Persönlichkeits-Trainer für junge Gründer und Leistungsträger. Seine Elemente: Gewohnheiten ändern, Komfortzonen verlassen, Grenzen verschieben und persönliche Träume verwirklichen.

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