Drei Elemente, die wahre Ziele ausmachen

Dezember 14, 2015 - Daily Challenges, featured Blogposts, von Lorenz, Ziele -

Was ein Ziel ist, wissen wir alle im Schlaf. Doch warum erreichen dennoch so viele von uns ihre Ziele nicht, verwerfen sie auf halber Strecke wieder oder noch schlimmer, haben gar keine? Wie wahre Ziele aussehen und warum diese so wichtig sind, erfährst Du hier. Am Ende gibt es außerdem noch drei einfache Tipps, die Dir erwiesenermaßen das Erreichen Deiner Zielen erleichtern.


Das Fundament entscheidet

Bei jedem großen Gebäude muss zuerst das Fundament gegossen werden, bevor die ersten Wände und Decken eingezogen werden können. Dabei ist bei einem Einfamilienhaus ein weniger aufwändiges Fundament nötig, als wenn es mehrere Stockwerke in die Höhe gehen soll. Dasselbe gilt auch für persönliche Ziele:

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Wer mit seinen Zielen hoch hinaus will, braucht eine stabile Basis auf die er bauen kann.

Dieses Fundament besteht aus drei Elementen:


1) Die richtigen Gründe

Die Gründe für ein bestimmtes Ziel sind ausschlaggebend dafür, mit welcher Vehemenz wir es gegen fremde Meinungen und äußere Einflüsse oder Niederlagen verteidigen. Doch wie unterscheidet man ein “richtigten” von einem “falschen” Grund?

In erster Linie haben “richtige” Gründe etwas mit der eigenen Person zu tun und basieren nicht auf externen Faktoren. Sollte also einer Deiner Gründe Gefahr laufen, sich durch Änderungen der Gegebenheiten oder Deines Umfeldes in Luft aufzulösen, ist dies ein relativ schwacher Grund ist. Die Meinungen anderer, kurzweilige soziale oder wirtschaftliche Trends, bis hin zu Angst sind grundsätzlich keine stabile Basis für langfristige Ziele in Deinem Leben.

Hier ein kleines Beispiel: Tom arbeitet seit jeher gerne mit seinen Händen. Der menschliche Körper und die Medizin faszinieren ihn. Er legt viel Wert auf gepflegte Zähne und sieht in seiner Berufswahl die Chance, vielen Menschen ein schönes Lächeln zu ermöglichen. Er studiert Zahnmedizin. So auch sein Kommilitone Jerry, ein begnadeter Photoshopper, der eigentlich für den Bereich Design brennt. Allerdings hat sein Vater eine umsatzstarke Zahnarztpraxis und es wäre ja eigentlich schön dumm, die Chance nicht zu nutzen, eine laufende Praxis samt Kundenstamm zu übernehmen.


2) Das eigene Wertesystem

Unser Wertesystem basiert auf der Ansammlung positiver und negativer Erfahrungen unseres bisherigen Lebens. Es wird im Laufe der Zeit durch weitere bestätigende Argumente und Erfahrungen gefestigt und untermauert. Auch unsere Familie, unser engstes Umfeld und unsere Leitmedien haben maßgeblichen Einfluss darauf. Sie teilen täglich ihre Ansichten mit uns, welche wir als eigene Erfahrungen in unser Wertesystem mit aufnehmen. So können aus Glaubensätzen unumstößliche “Wahrheiten” werden. Dies macht durchaus Sinn, denn so fällt die zukünftige Einschätzung neuer und komplexer Situationen leicht.

Wenn ich aber zum Beispiel den Glaubenssatz „Wenn ich will, dass etwas wirklich gut wird, muss ich es selbst machen!” fest in mir trage, werde ich mit dem Ziel, in meiner Abteilung zur Führungskraft aufzusteigen, große Schwierigkeiten haben. Es wird mir missfallen zu delegieren, die Ideen anderer zu akzeptieren und Mitarbeiter zu selbstständiger Arbeit zu motivieren. Hier bleiben mir nur zwei Möglichkeiten:

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Entweder ich passe mein Ziel an mein Wertesystem an oder ich passe mein Wertesystem an mein Ziel an.

Gleiches gilt zum Beispiel für den Glaubenssatz, dass “Geld den Charakter verdirbt”, ich jedoch das Ziel verfolge, finanziell unabhängig zu werden. Mein Unterbewusstsein wird stets versuchen, mich davor zu bewahren, zu viel Geld zu besitzen, da es ja was “Schlechtes” ist und meinen Charakter verdirbt. Auch hier muss eines weichen: Entweder mein Ziel oder mein Wertesystem.

Der reflektierte Mensch sollte daher nie aufhören, die eigenen Glaubenssätze und “Wahrheiten” kritisch zu hinterfragen und sich seinen eigenen Dogmen zu stellen. Denn 1. entspringt unser Wertesystem nicht vollständig uns allein, sondern ist stark durch unserer Umfeld geprägt. Und 2. können wir durch die aktive Steuerung unserer Erfahrungen unsere Glaubenssätze verändern und umformulieren. Wir haben es selbst in der Hand.


3) Die eigenen Stärken

Achte darauf, dass Dein Ziel mit Deinen eigenen Stärken erreichbar ist. Wir alle haben auch gerade in den Lebensbereichen Ziele, in denen wir eben nicht so gerne aktiv sind. Aber auch hier kann ich mir überlegen, welche persönlichen Stärken ich aktivieren oder nutzen kann, um das gesteckte Ziel besser und leichter zu erreichen. Denn was bringt mir ein Ziel, das ich nur mit Tätigkeiten erreichen kann, die mir weder Spaß machen, noch meinen Talenten und Stärken entsprechen?

Der Klassiker “mehr Sport” zeigt es: Wenn ich sehr kompetitiv veranlagt bin, macht es natürlich für mich wenig Sinn, alleine ins Fitnessstudio zu gehen. Ich werde mich langweilen. Ich brauche den Vergleich, den Wettbewerb, das Kopf an Kopf Rennen. Wenn ich mir jedoch einen stärkeren Trainingspartner suche und mit diesem trainieren gehe, werde ich automatisch an meine Grenzen gehen. Denn ich will aufholen und meinen Partner irgendwann schlagen. Oder vielleicht habe ich ein recht gutes Taktgefühl und liebe es am Wochenende die Nächte durchzutanzen. Warum nicht auch unter der Woche Tanzkurse besuchen und diese Begeisterung zum Sport machen?


Drei Power-Tipps

Mit einem soliden Fundament, das diese drei Faktoren beinhaltet, kommt Ihr dem Erreichen Eurer Ziele ein gutes Stück näher. Eine Studie der Dominican University of California bietet außerdem praktische Tricks. Dr. Gail Matthews konnte zeigen, dass Menschen 33% erfolgreicher in ihrer Zielerreichung sind, wenn sie die folgenden Strategien anwenden:

  • Die Ziele werden schriftlich festgehalten
  • Die Ziele werden mit Freunden geteilt
  • Die Freunde werden wöchentlich über die Fortschritte informiert

In dem Sinne, viel Erfolg beim Überdenken, Verschriftlichen sowie Teilen Deiner Ziele!

+++ Dieser Beitrag ist auch hier auf Traincrowd zu lesen. +++

Lorenz Illing ist Gründer von TheluckyPush, leidenschaftlicher und ausgebildeter Karriere-Trainer mit den Schwerpunkten Persönlichkeitsentwicklung, Zielerreichung und Kommunikation. Als ehemaliger Leistungssportler und Weltmeister fungiert er hauptsächlich als Sparringspartner, Mentor und Persönlichkeits-Trainer für junge Gründer und Leistungsträger. Seine Elemente: Gewohnheiten ändern, Komfortzonen verlassen, Grenzen verschieben und persönliche Träume verwirklichen.

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